Qualitätssicherung in der Hundeausbildung

Die Sicherung der Qualität in der Hundeausbildung ist eines der größten Anliegen des ÖKV und der angeschlossenen Ausbildungsvereine. Seit mittlerweile Jahrzehnten werden die Trainer der jeweiligen Sparten nicht nur aus- und weitergebildet, sondern auch einer laufenden Überprüfung unterzogen. Eine sehr wichtige Rolle nehmen hier die Welpentrainer ein. Speziell bei Welpenkursen ist eine fachgerechte Ausbildung, vor allem aber Beratung der Hundebesitzer von größter Bedeutung, da hier der Grundstein für die weitere Entwicklung unserer Vierbeiner gelegt wird.

Die Ausbildung zum ÖKV-Trainer gliedert sich in 4 Module, von denen jeweils 2 Module durch die Ausbildungsvereine und die ÖKV-Akademie abgedeckt werden. Die Inhalte dieser Ausbildung entsprechen vollinhaltlich den Ausbildungsvorschriften zum tierschutzqualifizierten Trainer. Mit dieser Ausbildungsschiene wird vorwiegend der Bereich der Begleit- und Haushunde abgedeckt, wobei eine Begleithundeprüfung mit Verkehrs- bzw. Verhaltenstest für jeden Hund eine zwingende Voraussetzung ist, dass er in einer Hundesportart des ÖKV geführt werden darf, bzw. ist dieser Test auch eine Bedingung, dass Hunde in der Zucht verwendet werden dürfen. Dadurch stellen wir auch sicher, dass nur mit Hunden Sport betrieben wird, die vorher einem Wesenstest unterzogen wurden.

Durch die Vielfalt der Betätigungsmöglichkeiten mit unseren vierbeinigen Freunden gibt es darüber hinaus auch Spezialseminare für jede einzelne Sparte. Sei es Agility, Obedience, Rettungshundesport, Rallye Obedience, Breitensport, Fährtenhundesport oder Gebrauchshundesport.

Speziell im Gebrauchshundesport ist das Aus- und Weiterbildungsangebot sehr groß und wird sehr gut angenommen. Der Aufklärungsbedarf in dieser Sportart ist nach wie vor groß. So gliedert sich dieser Sport in drei Bereiche, die Abteilung A, bei der die Suchleistung abgeprüft wird, die Abteilung B, bei der neben einzelnen Positionen die Bindung zum Hundeführer, die Reaktionsschnelligkeit und die Gewandtheit abgeprüft wird und die Abteilung C, wo der Gehorsam des Hundes in einem hohen Appetenzverhalten überprüft wird.

Gerade die Abteilung C ist von besonderer Bedeutung für das Zusammenleben zwischen Mensch und Hund. In der modernen, in unseren Vereinen praktizierten Sporthundeausbildung lernt der Hund von Beginn an, dass er sein Spielzeug, sein Beuteobjekt erst dann bekommt, wenn er gelernt hat, sich so lange zu beherrschen, bis er vom Hundeführer das Signal zum Spiel bekommt und es auf ein Hörzeichen auch wieder loslässt. Von einer Steigerung des Aggressionsverhaltens gegenüber Mensch und Tier distanzieren wir uns entschieden. Seit Jahrzehnten bilden unsere Ausbildungsvereine in dieser Sparte die Trainer besonders gut aus und überprüfen sie laufend. So kommen bei allen Prüfungen ausschließlich geprüfte Personen zum Einsatz.

Wir haben eine sehr enge Kooperation mit der Dogaudit eGen und werden künftig unsere Trainer nicht mehr nur intern prüfen, sondern die Prüfung und Überprüfung großteils an diese unabhängige Zertifizierungsgenossenschaft auslagern. Alle Prüfungen und Zertifizierungen der Dogaudit eGen werden vom wissenschaftlichen Beirat, dem namhafte Wissenschaftler angehören, geprüft bevor sie durchgeführt werden dürfen.

Wir haben in den letzten Jahrzehnten sehr viel erreicht. Hervorragende Trainer ausgebildet und kommissionell geprüft. Diese Wege gehen wir weiter. Wir sind uns der Verantwortung, sowohl gegenüber unseren Hunden, als auch der Umwelt und der Öffentlichkeit bewusst.


Robert Markschläger, ÖKV - Gebrauchshundereferent




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